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Zahlungsrückstände und Verschuldung nehmen zu

Immer mehr Personen leben in Haushalten mit Zahlungsrückständen. Dies geht aus den neusten Zahlen des Bundesamts für Statistik hervor. Überdurchschnittlich betroffen sind Haushalte mit Kindern, besonders Alleinerziehende. Zudem haben immer mehr Haushalte mindestens eine Form von Schulden.

Die neuste Publikation des Bundesamts für Statistik zeigt: Fast jede fünfte Person in der Schweiz lebt in einem Haushalt mit mindestens einem Zahlungsrückstand. Am häufigsten werden Steuern und Krankenkassenprämien nicht oder zu spät bezahlt. In über 40 Prozent der Haushalte ist mindestens eine Schuldenart vorhanden. Neben Zahlungsrückständen betrifft dies vor allem Fahrzeugleasing, Klein- und Konsumkredite und Verschuldung bei Familie und Freunden. Die Schuldenarten und deren Häufigkeit blieben zwischen 2013 und 2017 gleich, gesamthaft wurde aber eine Zunahme der Verschuldung verzeichnet. Dies zeigt sich auch in der Rechtsberatung zu Schuldenthemen der Caritas Schweiz. Die Anzahl der Anfragen hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Die Caritas Schweiz stellt zudem fest, dass Schuldnerinnen und Schuldner Mühe haben ihre Rechte einzufordern. Zugleich werden immer mehr gesetzeswidrige Kredite vergeben. Gläubiger halten sich oft nicht an die gesetzlichen Vorgaben.

Haushalte mit Kindern haben viel häufiger Zahlungsrückstände als Haushalte ohne Kinder. Rund ein Viertel der Haushalte mit Kindern ist nicht in der Lage die Rechnungen rechtzeitig zu bezahlen. Mehr als die Hälfte ist in mindestens einer Form verschuldet. Bei Alleinerziehenden ist die Situation noch gravierender, rund ein Drittel kann die Rechnungen nicht innerhalb der Frist begleichen.

Die Zahlen des Bundesamts für Statistik zeigen, dass die Schuldenproblematik sich in den letzten Jahren keineswegs entschärft hat, die Verschuldung nimmt weiter zu.

 

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